Werbung aus Italien
Zur Zeit schwappt eine Welle von Werbung per Briefpost nach Deutschland, die ihren Ursprung in Italien hat. In meinem Fall geht es um Olivenöl, was ich persönlich mag, aber eben bei meinem Händler hier in Deutschland immer kaufen werde und nicht per Bestellung in Italien. Ein Hinweis auf eine Richtlinie 196/2003 ist unter dem Punkt “Datenschutz” vorhanden. Diese Richtlinie ist in etwa vergleichbar mit dem § 34 BDSG, geht jedoch noch erheblich weiter. Unter Art. 7 heißt es dort:
1. Die betroffene Person hat das Recht, Auskunft darüber zu erhalten, ob Daten vorhanden sind, die sie betreffen, auch dann, wenn diese noch nicht gespeichert sind; sie hat ferner das Recht, dass ihr diese Daten in verständlicher Form übermittelt werden.
2. Die betroffene Person hat das Recht auf Auskunft über
a) die Herkunft der personenbezogenen Daten;
b) den Zweck und die Modalitäten der Verarbeitung;
c) das angewandte System, falls die Daten elektronisch verarbeitet werden;
d) die wichtigsten Daten zur Identifizierung des Rechtsinhabers, der Verantwortlichen und des im Sinne von Artikel 5 Absatz 2 namhaft gemachten Vertreters;
e) die Personen oder Kategorien von Personen, denen die personenbezogenen Daten übermittelt werden können oder die als im Staatsgebiet namhaft gemachte Vertreter, als Verantwortliche oder als Beauftragte davon Kenntnis erlangen können.
Ich habe nun auf der Webseite des Herstellers eine Mailadresse gefunden und um Auskunft nach § 34 BDSG und nach der Richtlinie 196/2003 Art. 7 gebeten. Die Richtlinie 196/2003 Art. 7 sollte man immer erwähnen, da ich nicht glaube, dass die Damen und Herren in Italien sich mit dem BDSG auskennen! Ich bin gespannt, ob ich diese bekommen werde. In meinem Fall ist das ganze so oder so sehr “geheimnisvoll”: So bin ich vor kurzem umgezogen und habe überall gegen die Weitergabe meiner Adressdaten Einspruch eingelegt.
Sie lesen gerade “Werbung aus Italien” von Thomas Biedorf
- Publiziert am:
- 04.03.09
- Kategorie:
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